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Wer sucht, der findet......

 
Nun gut, ich hab es ins Kino geschafft. Troja sollte es sein. 167 162 Minuten. Ich hatte absolut keine Erwarungen und sogar dieser nichtvorhandene Zustand wurde nach circa 20 Minuten unterboten - beim ersten Gähnen nämlich. Gleich mal vorweg: Die 15 Minuten Pause waren das Spannenste des Abends.

So aber jetzt zum richtigen Raunzen: Ich dachte ich würde nur an der Ausstattung mäkeln, man könne ja bei diesem grandiosen Stoff ja gar nix falsch machen, aber denkste. Wolfgang Petersen hat es verstanden eine der spannensten Geschichten dieser Welt komplett fad und ohne jegliche Emotion zu inszenieren. Falls er mir jemals über den Weg laufen sollte, muss ich ihn fragen was ihm dabei eingefallen ist - aber das nur am Rande.

Die Geschichte an und für sich dürfte ja bekannt sein. In den ersten Minuten lernt man zuerst Achilles (Brad Pitt - er hielt mich in diesen fast 3 Stunden am Leben) kennen. Nett. Dann gings weiter nach Sparta, wo man den eigentlich Grund für den Trojanischen Krieg zu Gesicht bekam. Helena (Diane Krüger) und die folgende Entführung durch Paris (Orlando Bloom - auch auf die Gefahr hin von Fans gelyncht zu werden, der wohl am meisten überschätzte Schauspieler der letzten Jahre). Nun folgt ein wenig Bla Bla in Troja und Griechenland, wie man den jetzt den Krieg angehen sollte. Ein erstes Gähnen.
Ein ordentlicher Gong-Schlag holt mich aus der Lethargie. Oh, der Krieg geht endlich los. Schiffe, viele Schiffe an der Küste vor Troja. Ah, hier sind also die 190 Millionen Budget geblieben. Die Spannung steigt wieder als die ersten Kämpfe beginnen.

Paris macht sich nachdem die ersten Trojaner gefallen sind, schwere Vorwürfe, dass der Krieg nur seine Schuld ist (in teilweise unfreiwilliger Situationskomik und in Form schlechter Dialoge, die sich durch den ganzen Film ziehen). Um das Drama zu beenden, will er sich im Zweikampf Helenas Mann stellen. Und er versagt und wie. Sein großer Bruder Hector (Eric Bana) muss ihn retten. Memme. Mein Sitznachbar nennt ihn nur noch Prinzessin Paris. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.
Die ersten großen Schlachten gehen los. Wenn sich die Heere gegenüberstehen ist der Anblick ob der Massen wirklich atemberaubend, aber mit dem Beginn des aktiven Teils hat man wieder mal gepfuscht - die Kämpfe und das Kunstblut, das durch die Gegend spritzt, reißen mich nicht vom Hocker. So wogen die Schlachten hin und her. Während sich auf der Leinwand die Heere versuchen sich gegenseitig das Licht auszublasen, steigt die Gesprächsfreude der Kinogäste.Oh, jetzt wird es auch noch romantisch. Achilles und Briseis. Brad Pitt nochmal halbnackig. Ich bin kurzzeitg mit dem Film wieder versöhnt.

Hector tötet aufgrund einer Verwechslung Patroklos, den Vetter von Achilles. Endlich steht ein ordentlicher Zweikampf an - die beiden Helden des Films, Hector und Achilles, stehen sich Auge in Auge gegenüber. Ja, der Kampf war gut. Trotzdem macht sich langsam aber sicher körperlicher Schmerz breit, allerdings nicht vom Sitzen.....
Endlich, Odysseus ersinnt die List mit dem Pferd. Wurde ja auch Zeit. Troja brennt. Wie Zunder. Wunderbar dramtische Musik. Und ich stelle mir die Frage warum um Gottes Willen Achilles an der Außenmauer des Palastes rumklettert. Ach so, er sucht Briseis. Aber sollte er zu diesem Zeitpunkt nicht schon längst tot sein, sofern ich mich richtig erinnere? Jetzt wirds wirklich doof. Paris meuchelt unter den gellenden Schreien von Briseis Achilles hin. Aha. Endlich darf die Prinzessin auch mal den großen Macker spielen. Ich will nur noch, dass dieser Film endet. Odysseus darf die letzten Worte sprechen. Endlich der Abspann......
haarald meinte am 18. Mai, 12:55:
so oder so
hast Du recht, was kann ich da hinzufügen... war eh schon gespannt auf Deine Kritik.. die Spannung des Heldenepos hat sich auf leisen Sohlen gleich zu Beginn aus dem Kinosaal geschlichen und auch nach der Pause nimmer reingefunden, schade drum, doch für 2.50 EURO ein Erlebnis was ich net vergessen werde, weshalb, sei dahingestellt. so. fertig. 
 

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